Caroline Tompkins ist eine in New York lebende Fotografin, die die Wettkampfschwimmkultur in ihrem Heimatstaat Ohio, einem Binnenstaat, dokumentiert. Obwohl sie wahrscheinlich am besten für ihr Fotoprojekt bekannt ist Hey Baby, eine Dokumentation über Männer, die ihr auf der Straße hinterherriefen – Tompkins fotografiert aber auch intime Porträts und auf eine ruhige, seltsame Art, manchmal auch sehr witzige Aufnahmen von amerikanischen Landschaften.
“Ich möchte mir die Kultur hinter dem Leistungsschwimmen genauer ansehen und auch den zweckmäßigen Einsatz des Körpers beim Ausüben einer Sportart erkunden”, erzählte uns Tompkins. “Ich bin von vier bis achtzehn Jahren Leistungsschwimmer bei einem Schwimmverein in Cincinnati, Ohio, namens Beckett Ridge Barracudas gewesen. Diese Fotos wurden alle im letzten Jahr in genau diesem Schwimmverein aufgenommen.”
Diese Serie hat etwas Ironisches an sich. Tompkins sagt: “Mir gefällt die Vorstellung, dass für manche Menschen ein Schwimmbad die engste Verbindung zum Wasser darstellt – vor allem an einem Ort wie Ohio, wo es weder ein Meer noch viele natürliche Gewässer in der Umgebung gibt.”
Und der Mann mit dem furchtbaren Sonnenbrand? “Er war ein Vater, der den ganzen Tag in der Sonne gestanden hatte, um bei einem Schwimmwettkampf dabei zu sein. Man sieht ja immer wieder Frauen, die für ihre Kinder Schmerzen ertragen – da fand ich es irgendwie schön, das mal bei einem Mann zu erleben.“.
Alle diese Fotos wurden auf Film aufgenommen, denn, wie Tompkins erklärt: “Ich habe mich nie an der Debatte ”Film oder Digital‘ beteiligt, aber für diese Fotoserie ist es mir wichtig, auf Film zu fotografieren, weil die Bilder aus dem Wasser entstehen. Diese Verbindung erscheint mir absolut notwendig.“
Schau dir unten Bilder aus der Serie an und erfahre mehr über Caroline Tompkins’ Arbeit an ihrem Portfolio, das mit Hilfe von Format.